UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR HÄMATOLOGIE UND ONKOLOGIE

PhytoHäm

Neue Wirkstoffe auf pflanzlicher Basis für ältere Menschen mit chronischen Bluterkrankungen

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Das Risiko von akuten und chronischen Bluterkrankungen betroffen zu sein, ist bei älteren Menschen deutlich erhöht. Einerseits ist eine Blutarmut (Anämie) aufgrund ihrer Symptome – beispielsweise Schwäche, Luftnot und kognitive Dysfunktion – mit erheblichen Einschränkungen des mentalen und physischen Allgemeinzustandes verbunden. Andererseits bedingt eine altersbedingte „Blutfülle“ (Polyglobulie) häufig schwere chronisch myeloproliferative Erkrankungen (CMPE) und Symptome wie Thrombosen, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Damit sind Anämie und CMPE bei älteren Menschen wesentliche Gründe für eine hohe Morbidität, welche zu häufigen Krankenhausaufenthalten oder Einweisungen in Pflegeeinrichtungen und letztlich gesteigerter Mortalität führen. Somit schränken derartige Bluterkrankungen die Autonomie älterer Menschen zum Teil drastisch ein, wobei sich diese Problematik in Anbetracht einer alternden Gesellschaft sukzessive verstärken wird.

Ziel des PhytoHäm-Projektes ist es, die Chancen von älteren Menschen mit chronischen Bluterkrankungen auf ein weiterhin autonomes Dasein zu verbessern, indem wirksame und gut verträgliche, pflanzliche Wirkstoffe als neue Nahrungsergänzungsmittel (Nutraceuticals) oder bei besonders starker Aktivität als Arzneimittel entwickelt werden. Pflanzliche Inhaltsstoffe besitzen häufig anti-oxidative und anti-entzündliche Wirkungen sowie viele weitere Eigenschaften, welche für die menschliche Ernährung und medizinische Versorgung ein großes Potential haben können. Im PhytoHäm-Projekt sollen die sich ergänzenden Kompetenzen und Ressourcen der Verbundpartner genutzt werden, um Wirkung und Anwendungspotential von ausgewählten Pflanzenextrakten bzw. -inhaltsstoffen im Hinblick auf die Therapie von älteren Menschen mit chronischen Bluterkrankungen zu untersuchen.

 

Förderung: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Teil des Forschungsverbundes „Autonomie im Alter – Modellregion Sachsen-Anhalt“ (Link: http://autonomie-im-alter.ovgu.de/)

Förderzeitraum: 07/2019 – 12/2021

Koordinator: Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Thomas Fischer (eMail: thomas.fischer@med.ovgu.de) und Dr. Peter Müller (eMail: peter2.mueller@med.ovgu.de) (Klinik für Hämatologie und Onkologie, Universitätsklinikum Magdeburg)

Partner: Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB), Halle (Saale) – Natur- und Wirkstoffchemie

Ansprechpartner am IPB: Prof. Dr. Ludger Wessjohann (eMail: wessjohann@ipb-halle.de) und Dr. Robert Rennert (eMail: robert.rennert@ipb-halle.de)

 

Letzte Änderung: 07.10.2019 - Ansprechpartner:

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